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Saitenweise.  . . . . . . . . . .30. Juli 1998 . . . . . . . . . . Nummer 6

Aktuell

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Kreativer Musiksommer

Bereits zum fünften Mal trafen musikbegeisterte Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich in Edlitz zum gemeinsamen Musizieren zusammen. Aber auch die Organisatoren haben sich zu diesem fast „runden” Jubiläum einige Neuerungen überlegt: So wurde die Instrumentalgruppe durch Klarinetten und Flöten, die Musicalwerkstatt durch eine Tanzpädagogin bereichert, und das bunte Programmangebot um zahlreiche Workshops ergänzt. Das Komponistenforum „Gegenklang“ komponierte eigens für das JMC spielbare zeitgenössische Kammermusik, die auch bei den Konzerten uraufgeführt wurde. Aber lesen sie selbst, was den TeinehmerInnen alles einfällt...

Geigerin beim Spielen

Kursteilnehmerinnen

5. JMC Edlitz – Anreise am 19.07. – dieses Datum erwarteten viele „alte Hasen“ mit gemischten Gefühlen. Doch spätestens beim Wiedersehen bekannter Gesichter legte man alle Zweifel ab, „ob´s eh leiwand“ wird. Nach ausgiebigem Mittagessen erklärte uns Flo lang und breit die Campordnung, die viele, die schon seit Jahren immer nach Edlitz pilgern, schon auswendig kannten. Nach einer Führung durch die Schule, begann das sogenannte „informative Vorspiel“, vor dem sich alle – allerdings grundlos – fürchteten. Trotz Aufregung gelang es uns, den einen oder anderen richtigen Ton zu erwischen, doch wozu aufs JMC fahren, wenn man ohnehin schon alles richtig spielt?!? Jedenfalls war es für die Zuhörer ein eher lustiges, für die Spielenden jedoch ein nervenzerreißendes Unterfangen. Einige Ensembles kamen noch am selben Abend in den Genuß einer Stunde mit einem der äußerst geduldigen Dozenten. Sofort trat – sowohl bei uns als auch bei den Dozenten – ein ungeheurer Enthusiasmus auf, denn was kann man nicht alles aus diesen Melodie - und Tonfragmenten machen? Doch das Camp bestand nicht nur aus Musizieren: jeden Morgen um (gegen?) 7:30 Uhr hieß es: „auf zum Morgensport!“. Dieser Satz – zumeist aus Flos Mund kommend – konnte in uns jedoch keine Begeisterungsstürme auslösen, trotzdem hüpften wir tagtäglich brav durch den Schulhof und lauschten – mehr oder weniger neugierig – Tanjas Anweisungen, wo wir jetzt den rechten Arm hinlegen sollen oder, was noch besser war, die Yogaübung, genannt „Sonnenanbeter“ (glaub ich halt, ich hab das am frühen Morgen nie so richtig realisiert!). Außerdem trat die gesamte Belegschaft pünktlichst um 9:00 Uhr zum Chor unter der Leitung des altehrwürdigen Martin Vàcha an. Obwohl einige Kursteilnehmer noch nie in den Genuß des Chorsingens gekommen waren, gab es doch jeden Morgen in der Aula ein wahres Klangerlebnis. Alles in allem war das 5. JMC Edlitz ein voller Erfolg und ich hoffe, daß es nächstes Jahr wieder so wird wie heuer.
Anna Breitenecker (17 Jahre)


Am Sonntag fing alles an, ich weiß nicht, ob ich alles erzählen kann.
Mit Koffern gepackt gingen wir ins Zimmer, doch ausgekannt haben wir uns nimmer.
Wir packten unsere Sachen aus und leider vermißten wir unser Haus.
Am nächsten Tag ging es gleich rund und die Tanja schlug sich das Knie gleich wund.
Nach dem Frühstück ging es gleich weiter, der Martin war glücklich, doch keiner war heiter.
Als wir fertig gesungen haben, konnte keiner ein Wörtchen mehr sagen.
Am Abend gingen wir nun zu Bett, die Kathi, die war sehr nett.
Am nächsten Tag fing alles von vorne an, zum Morgensport kam fast kein einziger Mann.
In der Musicalgruppe waren wir fünfzehn Leute an die Lernzeit mit Harald denken wir noch heute.
Einen Tag später gingen wir grillen, die Moskitos wollten uns gleich killen.
Plötzlich kam der Klinger her, alle, die ihn kannten, freuten sich sehr.
Idil Gönenli (12)


Liebes Tagebuch!

Wir sind schon seid einer Woche hier und von Anfang an fühlten wir uns wie Zuhause. In der früh stehen wir schon um 7 Uhr 15 auf, danach geht’s gleich zum Morgensport. Da werden wir wieder richtig munter. Frühstücken tun wir im Gasthaus Grüner Baum, wo wir alle Mahlzeiten einnehmen. Um neun Uhr beginnt die Chorstunde, in der wir viele moderne sowie auch kirchliche Lieder singen. Anschließend beginnt der Ensemble- oder auch Einzelunterricht mit den jeweiligen Dozenten. Am Vormittag (oder auch Nachmittag) gibt es manchmal Workshops über wie zum Beispiel: Improvisieren, Technik für Streicher, Pianisten, Flötisten. Am Abend nach dem Abendessen im „Grünen Baum“ haben die Streicher und Flötisten Orchesterprobe. Die Pianisten haben´s gut und dürfen sich für 1 1/2 Stunden erholen und manchmal haben sie Workshops. Nachtruhe ist je nach Alter von 1000 bis 1200.

Aglaë Schnabl (12), Elisabeth Pallasmann (12)


facts&figures

Dozenten – Instrumentalgruppe:
Florian Wilscher (Violine, Orchester, Gesamtleitung);
Ursula Rumpler (Violine, Betreuung);
Christoph Engel (Violoncello, Orchester);
Johanna Male (Klavier);
Peter Puskas (Klavier);
Werner Goebl (Klavier),
Silvia Gelos (Querflöte),
Bernhard Pfaffelmaier (Klarinette).

Dozenten – Musicalwerkstatt:
Tanja Linzbichler (Choreographie, Morgensport);
Harald Tauber (szen. Leitung);
Martin Jeff Frohner (musikal. Leitung).

Martin Vácha (Chor, Stimmbildung);
Katharina Thenius (Betreuung)

19. - 31. Juli 1998, Volks- u. Hauptschule Edlitz/NÖ,
Insgesamt 38 Kursteilnehmer aus ganz Österreich und Deutschland;
davon 15 Musical-Teilnehmer und 23 Streicher, Pianisten und Bläser in 18 verschiedenen Ensembles.

Konzerte:
Dozentenkonzert, Mi. 22. Juli 1998, 19.30 Uhr, Rathaussaal Grimmenstein;
Kammerkonzert, Sa. 25. Juli 1998, 19.30 Uhr, Pfarrkirche Oberaspang;
Abschlußkonzert, Do. 30. Juli 1998, 18.00 Uhr, Festsaal des Gasthofes „Grüner Baum“ in Edlitz.


made by Werner Goebl, 12.08.1998